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Es ertönt ein klackerndes Geräusch an meinem Fenster. Ich zucke und suche mit den Fingern nach dem Lichtknipser. Das Rollo klackert erneut und ich schäle mich auf Alarmstufe Angst aus dem Bett. Mein Handy liegt noch am selben Platz und ich greife es, während ich nebenbei kurz überlege, ob ich überhaupt die Schweizer Notrufnummer kenne. Wahrscheinlich hat jemand seinen Schlüssel vergessen. Das Licht knipse ich wieder aus, kurbele dann die Rollläden hoch. Ich erkenne ein fremdes Auto, an dem ein Mann lehnt.
Sofort wird mir heiß. Er wartet, bis ich das Fenster geöffnet habe.
„Tu m’ouvre la porte?“
Erwartungsvoller Blick, aber ich meine gesehen zu haben, dass ein Mundwinkel oben war.
Ich ziehe mich vom Fenster zurück und überlege fieberhaft meinen nächsten Schritt. Fenster bleibt offen, lüften ist gut. Gut, dass ich heute meine Wäsche gemacht habe. Regungslos verweile ich 10 Sekunden vor dem Waschbecken und starre meine Frisur an.
Ich öffne. Natürlich. Wir starren uns an bis er ein schiefes Grinsen wagt. Er hat den Riss an seiner Lederjacke noch nicht geflickt. Natürlich.

„Why are you here?
„Do you want to join me going to Milano?“

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