kirschblüten im hochsommer oder: letters to..

Robinson.

kennst du das wenn deine stimmung so sensibel ist, dass du keinen song hören kannst, in welchem der text auch nur einen einzigen keim des zweifels enthält? heute habe ich meine letzte arbeit für dieses halbjahr geschrieben und befinde mich noch im modues der thesen-argumente-untermauerung, ganz schrecklich, daher erkläre ich es dir genau anhand der beatles. ich höre den song “something”. und der beginnt mit langsamen gitarrenriffs und der text “something […] attracts me like no other lover..”, alles nett und romantisch. aber dann der refrain: “you’re askin’ me will my love grow – i don’t know”. der song ist voller zuversicht, aber diese eine stelle von “i dont know” enthält irgendwie einen trotz. als wollte harrison unbedingt eine klein-jungen-überlegenheit ausspielen.

wenn ich, egal wo bin, und langsam verspüre dass mein gemüt sich zunehmend bewölkt und ich musik in meinen kopfhörern zum klang bringen möchte und weiß, dass mich auch nur ein kleiner zweifel in eine negativität, in ein tief bringen würde, muss ich doch eher einen song hören in den ich mich komplett fallen lassen kann, wie beispielsweise “i like the way this is going”.
e hat “i like the way this is going“ so perfekt vollbracht, der song entspricht dem albumcover zu hundert prozent. ich habe mir die special-edition zweitausendzehn gekauft und sie ist aus pappe. sie ist wunderschön zartrosa, etwas bläulich bedruckt. vielleicht auch ein zartes, dunkleres violett in dem der schöne baum auf der front dargestellt ist. mich freut das immer wenn das cover zu den songs, oder zu jenem einen song passt. wie oft wurde man da schon enttäuscht, auch wenn man immer versucht den musiker/illustrator möglichst nachvollziehen zu können.

ich habe die ganze woche “she splits me up“ gehört. der song schraddelt auf eine wunderbare art und weise eine schmerzhafte melancholie davon. ab dem allerersten ton. und diese prägnante gitarre! wundervoll! der text ist fantastisch, so ein richtiges hin und her, viele wiederholungen aber trotzdem irgendwie klar und seine stimme passt so schön in mein erwecktes ohr. aber was den song perfekt macht: er klingt in allem trotzdem schlicht. auch irgendwie nett und die sehnsüchtige gitarre.. aber jenes riff, welches die gitarre immer wiederholt, drückt nicht nur sehnsucht, sondern auch irgendwie etwas im sinne von “deine lage ist schrecklich misslich, aber sie ist eben so” aus. das hat momentan einen heilenden effekt auf mich.. und dann letztlich die schönste zeile des textes:

“.. my girl lives with so much pain.. “

am anfang habe ich etwas anderes verstanden. im sinne von “sie mit schmerz versehen”. ich wünschte er hätte das wirklich gesungen. vielleicht sollte ich selber so etwas schreiben, obwohl es dem wohl nie gleich kommen könnte:

“.. mark her lips with so much pain.. “

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