eine freundin erzählt:

louise beschreibt mir nach ausgiebigem restaurantbesuch und feierabendbier wie sich ein korb anfühlt, vom dritten typen in ihrer gefühlswanne, der spontan zum interessantesten avanciert ist. ihre worte im sinn zusammengefasst.

“ okay es ist sooo simpel. erst, schafft er vorfreude indem er unsere gemeinsame dienstwoche durch pläne wie burger essen gehen oder saufabende anreizt. dann vertieft er alles durch augenkontakt, plötzliche kitzeleien und entwaffnendes, charmantes grinsen. und letztlich im suff, klebt er fest an meinen augen, lippen, körper und kann sich nicht davon los machen. die krönung war vorgestern (letzter vollrausch) vor meinem container bestimmt-charmantes festhalten, umgarnung und sehr, sehr naher körperkontakt.
/ich frage wie sie sich da rausgeredet hat/
ich musste ihn mit nachdruck wegdrücken und bin schnell in den container gehuscht, hinter mir den schlüssel im schloss umgedreht. später selbst ohne suff fährt er am daruffolgenden tag während des dienstes mit selbiger harten flirtmasche fort um mich dann als so ziemlich finalen abschluss mich nach einem date zu fragen.
/ich frage sie, ob das denn nicht die von ihr erhoffte folge war/
es war mehr als das erhoffte. ich hatte nicht damit gerechnet und diese offensive spontanität hat mich einfach umgehauen und in mir hatte schon alles ja geschrien. aber ich hab mich natürlich wie es sich so gehört geziert und scherzhaft verneint.
/ich frage sie, warum sie sich erst zieren musste und sie geht nicht auf diese frage ein, fährt allerdings fort/
er hielt bis kurz vor dienstschluss daran fest, aber als ich im camp eintraf und ihn locker und scherzhaft abwertend danach fragte antwortete er mit einem mehr als schwammigen nein und einer oxymoronischen ausrede in richtung verschiebung des dates auf einen unmöglichen zeitpunkt nächster woche. ich hatte ihn dann wortlos entwaffnend angegrinst und gehofft dass er bevor ich den ort der absage verlasse, noch ein reviedierendes wort wendet. es folgte nicht und ich bin joggen gegangen. an diesem abend hat er mich auf einer örtlichen tanzveranstaltung komplett ignoriert und am nächsten morgen auch, bis ich ihm in begleitung eines guten freundes dann auch einen guten morgen gewünscht und das eis durchbrochen hatte. es schaukelte sich am tage langsam wieder hinauf, nicht mehr so intensiv aber immernoch merklich flirtend. ja und ebend sind wir ja ohne ihn essen gewesen und jan hat besagtem kerl scherzhaft meine vorfreude auf ihn bekundet worauf hin dessen antwortet nur eine ablehnung meiner person beinhaltete mit der anfügung der ablehnung meines „typs“.“

louise guckt traurig aus der wäsche. ich schalte leise musik ein und fahre ihr über den rücken. eine stützende hand. sie fährt nach kurzem schweigen fort.

„der moment war irgendwie voll hart. ich habe weiter gegrinst und gehofft dass mir nicht alle gesichtszüge entgleist sind. einfach nur eine ablehnung irgendeines menschen akzeptieren zu müssen finde ich schon schwer und nun auch noch von jemandem, mit dem man romatische stimmung vermutet hat. ich will so sehr, dass er mich gut findet, weiter umwirbt
und ich angeheizt auf sein getue eingehen kann.“

ich murmele worte mit inhalt wie „kommt zeit, kommt rat“ und „vergiss ihn einfach“, selbstwissend das diese floskeln unnütz und flach sind, ihr aber meinen rückhalt zusichern, der nun wichtig für sie ist. ich reiche ihr ein schnapsglas, denn heute ist beachparty und unser letzter gemeinsamer abend.
danach, wird alles hier gelassen. belassen.
was an der küste war, bleibt an der küste.
gaaaaaaaaaanz einfach.

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