eine freundin erzählt:

mit louise (bewusste frau, maneater) im nachdienstlichen gespräch. ihre worte im sinn zusammengefasst.

„seit ich hier vor ort bin geht mir peggy mit ihrer nörgelei auf den kranz. wie kann man nur so unzufrieden mit sich und seinem leben sein? sie hat ein knuffiges gesicht, lange blonde haare und einen schlanken körper. von wo kommt diese massive grundunzufriedenheit?! die will am liebsten keinen sport machen, sich alles bezahlen lassen und pausenlos in ihrer weiblichkeit bestätigt werden. ich habe mich vorhin mit marten unterhalten, dem ist sie durch ihr auftreten gleich zuwieder geworden. kurze pause, streicht sich durch die haare, betrachtet die baumkrone. wie du weißt, bin ich in festen händen und er auch. man merkt das, wenn er aufblickt oder ankommt sieht er mich nie direkt an. aber kennst du das, wenn er dich mit lynchendem blick ansieht und du schmilzt wie butter an einem prächtigen strandtag? muss er auch die ganze zeit shirtfrei rumrennen?! und augen, er hat so krasse augen! ich weiß, julius ist eigentlich perfekt. wir ergänzen und gleichen uns perfekt, er sieht gut aus und bringt mich auf der waschmaschine auf touren. aber was kommt da jetzt noch?! das ist null aufregend mehr. es ist schön, ja, aber nicht mehr so richtig breathtaking. ich lache über ihren albernen anglizismus. aber ich will doch den spaß! ich will die ganze zeit touren! ich will, ich will, ich will.. und ich weiß, dass, wenn er mich so ansieht und nach einem meiner lächerlichen kommentare mit blitzgeschwindigkeit in meine richtung sieht, er dem ganzen auch nicht 100% abgeneigt ist. aber was will ich eigentlich nach einem erfolgreichen date mit happy end mit ihm? ich weiß, dass er so interessen-, standort-, charaktertechnisch nicht mein fall ist, da hätte ich gar keinen bock auf was längeres. er zieht mich nur körperlich an. aber ist es das wert? der vorteil, jetzt den spaß zu nutzen und sich bei rückkehr zu trennen läge darin, nach der trennung wieder auf die jagd gehen zu können. wieder neuer spaß, neue aufregung. ich bin so jung. alle menschen streben in der beziehung am anfang imer nach dem sofortigen nonplusultra und immerwährender verehrung des partners. da kann ich mich doch jetzt eh nich nicht festlegen, das ändert sich eh noch tausenmal. außerdem ist singlesein für mich bisher für mich immer günstiger gewesen, ihm wahrsten sinne des wortes. da konnte ich mich irgendwie besser auf alles andere konzetrieren. was meinst du, soll ich, oder soll ich nicht?“

..fragt sie und grinst mich an. normalerweise hätte ich ihr dazu geraten, dass wenn sie eine triebregung in sich verspürt, sie der nachgehen sollte. das möge ja als hinweis auf eine nicht funktionierende beziehung zu hause deuten. und dann wäre ein grundsätzliches aus beider festen partner sowieso angebrachter.
aber ich habe vorhin ein foto von julius und louise gesehen. so komme ich wieder von meinem theorethischen weg ab und antworte ihr:

„verständlich, dass es für dich hart ist. du bist mir ähnlich, ich kenne solche gelüste. ich lasse in manchen gedanken dann alles fallen und erinnere mich einer reihe intesiver momente. die überschwängliche freude, wenn ich bei ihm ankomme und wir ineinander fallen. wie wir in einer menschenmenge nach toiletten suchen, ich mich umdrehe und unsere augen sich sofort treffen. letzte blicke vor dem einschlafen. staubige küsse. schneller atem, impulsive küsse. warme körper. ‚unter meiner haut.. wimmelt es von ameisen‘.

spaß tust du mit einem lächeln ab. aber glück konservierst du, louise, in gleißenden erinnerungen.“

 

ahahahahahahahaaaaa..

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