letters to..

robinson crusoe.
ich sitze am fenster, neben vorbeirauschenden geländen, höre „catamaran“ von candy claws. die geräusche, das rascheln und die elfengleich-zarten, klaren glocken umkreisen meinen verhüllten geist, glühwürmchengleich, und versuchen ihn mit sanften, minimalistisch-kleinen händen zu öffnen, wie einen puppenhausvorhang aus empfindlichstem seiden-chiffon. ich höre dich in jedem ton und du sitzt mir gedanklich gegenüber und studierst mit mir was vor unseren augen ist: nichts. und das ist sie, die freiheit. was auch immer. ab und zu schafft es die sonne, mir durch meine zeitlosen gardinen zuzublinzeln. aktive denkprozesse sind schon vor tagen davongeflogen. seither weile ich zwischen schlierig-weißen wolken und dunst aus altem nebel, der längst versiegt sein sollte, aber mir die sicht nimmt, wie ein schleichender schattengeist, wie „cay’s crays“ von fat freddy’s drop. nun ja, vielleicht mit weniger prägnantem bass. der verdammte frühling macht sich hier breit, zwingt die sprösslinge aus erde und ast. aber irgendwie bekomme ich das nicht mit. ich sehe ihn und die veränderungen, erfasse ihn, aber kann ihn mir einfach nicht bewusst machen. als würde ich wieder ein ziegenjunges im arm halten aber einfach nicht raffen, dass es echt ist, dass der moment echt ist, dass er real ist. anscheinend ist die realität vor mir verschlossen und eine wertlose hülle bedient alle meine rezeptoren, technologie und mechanik, die wohl irgendjemand oder irgendetwas als für mich wichtig auserkoren hat. eigentlich könnte es der himmel auf erden sein, realitätsfern fühlt sich nichts ernst an, mehr recht als schlecht, als hätte nichts konsequenzen. aber das bittersüße lächeln, der nicht ernst gemeinte zwinker, der mich, wäre er echt, um jeden verstand und zur absoluten verzückung gebracht hätte, in gestalt der konsequenzen, versucht mir auf teufel komm raus, zu signalisieren dass diese konsequenzen, diese folgen, wohl entscheiden sind. oder doch sein könnten?

und egal welches wort ich sinnlos benutze, oder präzise wähle, du filterst die blanke wahrheit. auf angenehmste art und weise und trotzdem, trotzdem bekomme ich immer eine antwort. das nenn ich mal realität.

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