der gemeine hipster oder: elec-c-c-c. . . TRRRONIC!

wäre nicht anzunehmen, dass der gemeine hipster an einem kalten freitag abend ein indiekonzert besucht? aber nein. man findet gefühlt ganz hipsterberlin zum mittlerweile ‚craop‘-getarnten dubstep abspassten. wobei abspassten eine harmlose übertreibung bleibt. die frisur muss ja sitzen. so gut wie alles männliche volk zeigt muscleshirtumrahmte arme, die „neue“ surfermatte und die selben weiber, die noch vor kurzem einem maskenpanda nachhingen stehen mit kussmund+peace vor dem spiegel der verranzten toiletten und produzieren professionelle portraits am laufband.
die atmosphäre wird einem so zuwieder, da das typische beuteltier in seinem element, immer gaffend auf dauersuche nach neuesten trends, äh, ’styles‘ ist. der mensch, der sich von der albernen musik, von der eletronischen verzerrung, vom stress der e-base drum tragen lässt und den der bass zu fliegen bringt, wird pennergleich blicktechnisch abgestempelt. augen sagen „abschaum“ und gestik meint „krank“. dubstep hat mal zeiten erlebt, da die menge sich durchweg fantasievoll schweifen ließ, mit oder ohne beihilfe sei dahingestellt. aber vielleicht waren dies einfach nur die nächte, in denen man nur naiv durch das nachtleben streifte, angestachelt von der verlockend unbekannten, aufregenden fremde. mmhmm.
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später im strom der zeit:

und da habe ich es gespürt! die antwort. warum der hype der eletronischen musik ein derartig unaufhaltsam scheinendes dauerhaftes ausmaß annimmt. dubstep ist doch eigentlich die reinste nervenüberanspruchung. die wild zusammengewürfelten, krassen verzerrungen bis zum get no more. aber das geheimnis liegt nicht im schrillen, nein es liegt im bass. ich habe es am eigenen leib erfahren dürfen: ich hörte ein vergleichsweise gitarrenlastiges stück der rifles –


-und mit einem mal setzte; in der paralyse des alltäglichen unterwegsseins, peaches ein –

-und der brummend-hallende bass hat meine gesichtszüge plötzlich von der sehsucht der gitarren entspannt. jetzt erscheint es natürlich plausibel. bei dubstep macht die klare elektronik, die technik, die spürbar krass verzerrt in luft und ohren hängt, den menschen fertig. total. sie treibt das individuum an den rand der nerven. sp-p-p-asstisch wird die strenge der spannung so angeheizt, dass der  ‚SUPER-BASSSSsss‘ alle fassungen sprengt und raum für noch mehr verrenkungen schafft. aber diesmal mit groove, ist ja bass dabei. er trägt sie, alle. er ist die hand im rücken, nach der jeder sich-selbst-suchende mensch sich sehnt, in all der hektik und hetze des alltags. aha.

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